Informationen zum Projekt
Inhalt des Projektes
Aufbauend auf den erfolgreichen ESF-Projekten WOL I (Entwicklung eines Selbstevaluationstools zur Messung von interkultureller schulischer Kompetenz, 11/2020-09/2022) und WOL II (Glokale Schulentwicklung und Unterrichtsgestaltung, 10/2022-09/2025) werden in WOL III die gesammelten Erkenntnisse disseminiert, Kontinuität gesichert und Innovationen erprobt – für eine inklusive, hochwertige Bildung (Agenda 2030).
Für eine ganzheitliche Betrachtung bringen die Fachdidaktik Geschichte und die Interkulturelle Personal- und Organisationsentwicklung ihre disziplinären Perspektiven auf eine integrative Schul- und Unterrichtsentwicklung zusammen.
Projektlaufzeit: 12/2025 — 12/2027
Ziele
Das Projekt WOL III arbeitet mit Schulen in Thüringen an der Implementierung schulinterner Curricula, insbesondere in Hinsicht auf fächerübergreifenden Unterricht. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Entwicklung eines Konzepts zur Diagnostik, Feedbackkultur und Leistungsbewertung. Die integrative Unterrichts- und Schulentwicklung wird zudem auf den regionalen Kontext erweitert.
Ein innovativer Ansatz zur Gewährleistung von Fach- und fächerübergreifendem Unterricht unter Nutzung externer, regionaler Ressourcen soll in Pilotprojekten erprobt werden. Dafür werden interne Schulentwicklungsmaßnahmen (Whole School Approach) mit externen Partnerschaften kombiniert. Diese innovative Clusterbildung in Nord- und Südthüringen wird wissenschaftlich begleitet.
Für (neue) interessierte Schulen bieten wir an, zu nächst die Entwicklung eines schulinternen Curriculums zum globalen Lernen zu begleiten. In Workshops wird ein schulspezifisches Verständnis von globalem Lernen erarbeitet, welches kontinuierlich im Projekt umgesetzt wird. Anschließend wird die regionale Verankerung erprobt.
Zentrale Fragen
- Wie lassen sich die oft abstrakt erscheinenden globalen Phänomene mit den Besonderheiten der lokalen Schulumgebung verbinden?
- In welchen Unterrichtsformaten setzt man sich am besten damit auseinander?
- Wie kann eine lokale Verankerung erfolgreich aufgebaut und in das schulinterne Curriculum integriert werden?
- Wie kann regionale Kooperation aufgebaut werden?
Bausteine
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Unterrichtsplanungsgespräche
In halbjährlich stattfindenden ko-konstruktiven Unterrichtsplanungsgesprächen für gesellschaftswissenschaftliche Fächer, wird die Bewältigung aktueller Bildungsziele fachlich begleitet und unterstützt. Hierfür werden die Quellen zur Lokal- und Globalgeschichte für den Unterricht aufbereitet und Möglichkeiten einer fächerübergreifenden Einbindung an der Schule mit Impulsen für glokales Lernen besprochen.
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Schulinternes Curriculum
Die Entwicklung und nachhaltige Implementierung eines schulinternen Curriculums zu globalem Lernen wird anhand der vier Planungsebenen (fachlich, überfachlich, fächerübergreifend und außerunterrichtlich) begleitet.
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Integrated Educational Ecosystem
Die interne Schulentwicklung wird mit der externen Vernetzung (mit Gemeinschafts- und Bildungspartnern sowie weiteren Akteuren) kombiniert. Ziel ist es, eine unterstützende und nachhaltige Lernumgebung zu schaffen, die die Bedürfnisse aller Schüler:innen berücksichtigt, die Ressourcen und Kompetenzen aller Beteiligten maximiert und neue (mobile) Zugänge zu Fachunterricht liefert.
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Pilotierung mobiler Lehrformate
Mittels ganzheitlicher, iterativer Strategien werden die Phasen der Strategieplanung, Ideengenerierung, Planung, Durchführung und Reflektion der Pilotprojekte unterstützt.
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"Globales Lernen" als Haltung
Unser Projekt fördert und adressiert gezielt Kompetenzen wie Perspektivenwechsel, kritisches, vernetztes und interdisziplinäres Denken durch Projektarbeit und die Erhöhung der Handlungsfähigkeit, um Unsicherheiten und Komplexität souverän zu meistern.